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Firmen-Übernahmen sanken weltweit um ein Fünftel


Wien (APA) - Die Anzahl der Firmenübernahmen ist im laufenden Jahr weltweit um etwa ein Fünftel zurückgegangen. In Zentraleuropa - Deutschland, Österreich, Schweiz und den neuen EU-Ländern - wurden heuer bis 16. Dezember 3.283 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 270 Mrd. Euro durchgeführt, damit beträgt der Rückgang gegenüber dem Boomjahr 2007 ebenfalls rund 20 Prozent.

Das geht aus einer aktuellen Analyse des internationalen MA-Beraters MP Corporate Finance hervor. MP-Geschäftsführer Gregor Nischer sieht für die Entwicklung vor allem zwei Gründe: Zum einen sei es aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise derzeit sehr schwierig für Käufer und Verkäufer, sich auf den Unternehmenswert zu verständigen. Zum anderen sei das Transaktionsgeschäft der Private-Equity-Fonds wegen der Kreditklemme in den letzten fünf Monaten komplett eingebrochen.

Deutlich wird diese Entwicklung an der Finanzierungsstruktur der Übernahmen in Zentraleuropa. Während der durchschnittliche Eigenkapital-Anteil bei diesen Deals im 2. Quartal 2007 nur 30 Prozent betrug, ist dieser Anteil bis zum 2. Quartal 2008 auf 45 Prozent gestiegen. Derzeit werde für solche Transaktionen 55 bis 60 Prozent Eigenkapital benötigt, schätzt Nischer. Der Rest des Kaufpreises bleibe oft als Verkäufer-Darlehen ("vendor loan") stehen.

Große Gewinner im MA-Geschäft waren heuer die großen Staatsfonds. Diese waren sehr liquide und haben überhaupt keinen Rückgang verzeichnet, wie Nischer im Gespräch mit der APA erläuterte.

In Österreich ist das MA-Geschehen bis November 2008 um 28 Prozent auf 308 Transaktionen eingebrochen - im Gesamtjahr dürfte der Rückgang der weltweiten Entwicklung folgend ebenfalls etwa 20 Prozent betragen.
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