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Fast jeder dritte Mittelständler will Stellen abbauen


München (dpa) - Fast jeder dritte Mittelständler in Deutschland will einer Umfrage zufolge im kommenden Jahren Arbeitsplätze streichen. Vor einem Jahr seien es nur halb so viele gewesen, berichtete die Union Mittelständischer Unternehmen (UMU) am Montag in München. Fast 60 Prozent der Betriebe wollen die Beschäftigtenzahl trotz der Wirtschaftsflaute stabil halten. Eine Arbeitsplatzgarantie, wie große Konzerne sie geben wollen, schloss der Verband für Mittelständler aber aus. "Die deutschen Klein- und Mittelbetriebe könnten eine Arbeitsplatzgarantie nur geben, wenn sie sie bezahlen könnten", sagte UMU-Präsident Hermann Sturm laut Mitteilung. Ein Großteil der Betriebe habe dafür aber zu wenig Eigenkapital.

Da der Mittelstand einen Großteil zur Wirtschaftsleistung in Deutschland beiträgt, gilt er traditionell als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. "Wir spüren zunehmende Bandscheibenschmerzen, haben aber die Hoffnung, ohne Operation wieder zu gesunden", sagte Sturm. Die Zufriedenheit unter den Mittelständlern ist aber deutlich gesunken. Nur noch knapp 20 Prozent der Firmen bezeichnete die Wirtschaftslage in der Umfrage als gut. Ein Jahr zuvor waren es noch 57 Prozent.

Der Blick in die Zukunft fällt noch düsterer aus. Weit mehr als die Hälfte der Betriebe rechnet mit einer Verschlechterung der Lage. "So schlechte Zahlen hatten wir noch nie", sagte Sturm. Sorgen bereitet den Firmen neben der Auftragslage auch die Kreditversorgung. Aktuelle Daten würden belegen, dass die Kreditversorgung zunehmend schwierig werde und die Kreditkosten drastisch stiegen, hieß es. "Es kann nicht sein, dass riesige staatliche Hilfsprogramme nicht in Anspruch genommen werden und gleichzeitig dem Mittelstand die Kreditversorgung gestrichen wird", kritisierte Sturm. Für die Umfrage wurden in der ersten Dezemberhälfte 6000 Mittelständler befragt. dpa dw yyby z2 so
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