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Finanzberater-Studie des Verbraucherministeriums sorgt für Streit


Berlin (dpa) - Die Studie des Bundesverbraucherministeriums über Mängel in der Finanzberatung sorgt für Widerstand bei Versicherungen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnte am Dienstag vor einem Pauschalurteil. "Es ist wenig seriös, pauschal alle Arten von sogenannten Finanzvermittlern zu diskreditieren", teilte der Vorsitzende der GDV-Hauptgeschäftsführung, Jörg von Fürstenwerth, in Berlin mit. Im Bereich der Versicherungsvermittlung gelte seit 2007 eine Gesetzespflicht zur Beratung und Dokumentation, die die Studie im Auftrag des Verbraucherministeriums fordere. Die Versicherungskunden würden präzise über Abschluss- und Vertriebskosten in der Lebens- und Krankenversicherung informiert.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will schärfer gegen unseriöse Finanzberater vorgehen. Sie plant, die Verjährungsfrist bei einer Haftung von drei auf zehn Jahre zu verlängern und die Beweislast bei negativen Folgen einer Beratung zugunsten der Verbraucher umkehren. Pro Jahr gehen den Bundesbürgern bis zu 30 Milliarden Euro durch schlechte Finanzberatung verloren, hatte eine Studie der Hamburger Beratungsfirma Evers & Jung ergeben. Die Banken hatten sich gegen grundsätzliche Kritik gewendet, aber möglichen Verbesserungsbedarf bei der Finanzberatung eingeräumt.
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