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Wirtschaftsminister: Kartell gefährdet Erdgasversorgung


Kiel (dpa) - Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) hat das Bündnis der wichtigsten gasexportierenden Ländern nach dem Vorbild der OPEC als "zutiefst besorgniserregend" bezeichnet. Der seit Jahren nicht funktionierende Wettbewerb auf dem deutschen Erdgasmarkt sowie die "irrationale Preisbindung" an das Öl seien bereits heute die Ursache für völlig intransparente Preisentwicklungen, sagte Marnette in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Das internationale Erdgaskartell wird diese Preiseffekte zusätzlich verschärfen und darüber hinaus durch Produktionsabsprachen die Versorgungssicherheit vermindern."

Der ehemalige Industrie-Manager erinnerte daran, "dass in unserer hoch technisierten Gesellschaft eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen unverzichtbar" sei. Der Forderung von Umweltschützern und Grünen, den Erdgasanteil im Energiemix zu erhöhen und auszubauen, erteilte Marnette eine klare Absage: "Dies würde eine bedenkliche, einseitige Verschärfung der Abhängigkeit bedeuten. Erdgas ist für die Erzeugung von Energie viel zu kostbar, weil diese Ressource am stärksten limitiert ist".

Solange keine anderen Quellen zur Verfügung stünden, sollte der Energiemix im Hinblick auf die Verfügbarkeit vielseitig bleiben. Auch mit Rücksicht auf den Klimaschutz sollte Deutschland auf den Ausbau der Windenergie, auf die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke und auf den Bau moderner und energieeffizienter Kohlekraftwerke setzen. Moderne Kohlekraftwerke trügen in erheblichem Umfang zur CO2- Vermeidung bei; auch Kernbrennstoffe ersparten bereits heute in Deutschland jährlich über 120 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. dpa ksa yyno a3 gö
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