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US-Regierung stützt GM und steigt bei GMAC ein

Washington (APA/dpa/ag.) - Die US-Regierung stützt den Opel-Mutterkonzern GM und seine ehemalige Finanztochter GMAC mit einer Milliardenhilfe. Der Staat kauft für fünf Milliarden Dollar (3,55 Mrd. Euro) Anteile an GMAC und räumt GM zugleich einen neuen Kredit in Höhe von einer Mrd. Dollar ein, teilte die US-Regierung in der Nacht auf Dienstag in Washington mit. GMAC gehörte zuletzt mehrheitlich dem US-Fonds Cerberus.

Mit dieser Summe soll der größte amerikanische Autobauer die Umwandlung von GMAC in eine Geschäftsbank unterstützen. Erst mit dieser Umgründung bekam GMAC Zugang zum US-Bankenrettungspaket. Mit dem milliardenschweren Einstieg soll der Autofinanzierer solvent bleiben, hieß es.

Am 19. Dezember hatte die US-Regierung Chrysler und GM bereits Kredite über 17,4 Mrd. Dollar bewilligt, von denen 13,4 Mrd. Dollar für GM vorgesehen sind. In der Vorwoche hat GMAC die im November beantragte Banklizenz erhalten. Bedingung ist allerdings, dass die beiden Eigner General Motors sowie der Finanzinvestor Cerberus als Hauptgesellschafter von Chrysler ihre Anteile an GMAC reduzieren.

Cerberus muss seine Mehrheit an GMAC von 51 Prozent auf höchstens 33 Prozent reduzieren, GM darf statt derzeit 49 Prozent künftig nur mehr weniger als zehn Prozent an der Finanztochter halten.

GMAC ist über den Aktionär Cerberus eine Art "Schwester" der österreichischen BAWAG PSK. Als vor knapp zwei Jahren Cerberus die BAWAG in Österreich übernahm, war eine enge Kooperation zwischen BAWAG und GMAC geplant gewesen.

Die Autofinanzierer sind im Zuge der Kreditkrise massiv unter Druck geraten. GMAC hatte wegen der Hypothekenkrise und Abschreibungen auf Leasingverträge für Fahrzeuge im dritten Quartal 2008 mit einem Minus von 2,5 Mrd. Dollar das fünfte Mal in Folge einen Verlust erlitten.

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