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Turbulenzen um kleine Wiener Medici-Bank
Die kleine Wiener Medici-Bank - zu drei Viertel im Besitz der Gründerin Sonja Kohn und zu einem Viertel der Bank Austria - soll unter aufsichtsrechtliche Kuratel, ein behördlicher Bescheid über die Einsetzung eines Regierungskommissärs soll mittlerweile fertig sein.

Wien (APA) - Details dazu werden am Freitag erwartet, ebenso darüber, wie es mit der sonstigen Bankführung weitergeht.

Den Bescheid wird die Bank jedenfalls bekämpfen. Die Bankjuristen sähen ihn als "gesetzeswidrig", weil keine Gefahr für Kundenvermögen bestünde. Medici-Bankchef Peter Scheithauer und Vorstand Werner Tripolt haben mit Wirkung am Freitag ihren Rücktritt erklärt. Für Scheithauer soll es nach Angaben aus dem Umfeld der kleinen Bank einen internationalen Experten als Nachfolger geben, Tripolt könnte möglicherweise wiederbestellt werden.

Ein heftiges juristisches Tauziehen hat nach APA-Informationen eingesetzt. Unter den Eigentümern soll es zum Zukunftskonzept ebenfalls kein Einvernehmen mehr geben, heißt es. Weil die Medici-Bank bei den von ihr an andere institutionelle Investoren vertriebenen Fonds dem schillernden Betrüger Madoff aufgesessen ist, ist die kleine Wiener Bank in Schieflage geraten.

In der Bank Austria hielt man sich zu den Turbulenzen in der Medici-Bank bedeckt. "Unser wirtschaftliches Risiko ist mit 1,5 Mio. Euro Buchwert begrenzt", sagte ein Sprecher der Bank Austria zur APA. Vor Wochen hatte bereits UniCredit-Chef Alessandro Profumo derart klargestellt, dass er das Risiko aus Medici für UniCredit für gering hält.

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