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US-Notenbank erwartet Erholung erst für 2010
Die US-Notenbank will die Rezession weiter mit einer faktischen Nullzinspolitik bekämpfen. Zudem erwägen die Währungshüter um Fed-Chef Ben Bernanke, der Krise mit unorthodoxen Mitteln wie dem Ankauf von langfristigen Staatsanleihen zu Leibe rücken.
Washington (APA/ag.) - Das Jahr 2009 werde durch ein "kräftiges Minus" gekennzeichnet sein, hieß es in den am Dienstag veröffentlichten Protokollen der Fed vom Dezember.

Es sei sinnvoll, den Leitzins angesichts der anhaltenden konjunkturellen Talfahrt "noch einige Zeit auf äußerst niedrigem Niveau zu halten" und diese Absicht auch den Märkten mitzuteilen. Der Offenmarktausschuss hatte den Leitzins in der Dezember-Sitzung faktisch auf Null gesetzt, um die tiefgreifende Rezession in den USA mit einer Politik des billigen Geldes zu bekämpfen.

Der Leitzins liegt seither mit einem Zielband von null bis 0,25 Prozent so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr. Da nun praktisch kein Spielraum mehr für weitere Senkungen bleibt, muss die Notenbank die Menge der den Banken zugeführten Liquidität anderweitig steuern - etwa durch den Ankauf von mit Hypotheken besicherten Wertpapieren oder Staatsanleihen.

Diese im Fachjargon "Quantitative Easing" genannte Politik soll primär verhindern, dass es zu einer Kreditklemme kommt und sich die Wirtschaftskrise noch vertieft. Bernanke hat bereits Anfang Dezember von der Möglichkeit gesprochen, zu diesem Zweck substanzielle Mengen lang laufender Staatsanleihen aufzukaufen.

Die US-Notenbank hat bereits Anfang der Woche damit begonnen, Hypothekenpapiere aufzukaufen. Damit will sie dem angeschlagenen Immobilienmarkt unter die Arme greifen. Bis Mitte 2009 will die Fed Papiere im Volumen von 500 Milliarden Dollar (375 Mrd. Euro) kaufen. Ziel ist es, die Kosten für Kredite zum Hauskauf zu senken und den Zugang zu diesen Darlehen so verbessern.

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