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Starker Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone erwartet


München (dpa) - Wirtschaftsforscher aus Deutschland, Frankreich und Italien gehen von einem starken Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zum Jahreswechsel in der Eurozone aus. Das reale BIP sei voraussichtlich im vierten Quartal 2008 um 0,6 Prozent gesunken. "Die Eurozone befindet sich in der Rezession", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Konjunkturprognose des Münchner ifo Instituts, der französischen Statstikbehörde INSEE und des italienischen Wirtschaftsforschungsinstituts ISAE. Der Rückgang werde sich im weiteren Verlauf 2009 fortsetzen.

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone dürfte im ersten Quartal 2009 um 0,4 Prozent und im zweiten Quartal um 0,2 Prozent sinken. Der Rückgang werde jedoch mit der Umsetzung der geplanten Konjunkturpakete wahrscheinlich sukzessive verhaltener ausfallen. Im zweiten und dritten Quartal 2008 war das reale Bruttoinlandsprodukt bereits jeweils um 0,2 Prozent geschrumpft.

Auch die Industrieproduktion wird der Prognose zufolge im Einklang mit dem Geschäftsklima, das sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich verschlechtert hat, weiter absacken. Auch der private Konsum dürfte sinken. Das Verbrauchervertrauen sei trotz der nachlassenden Inflation zuletzt eingebrochen.

Aus Sicht der Experten werden die Investitionen kräftig fallen, weil die Nachfrage bei spürbar verschärften Kreditkonditionen weiter rückläufig sein dürfte. Die Inflationsrate werde unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum zwischen 45 und 50 Dollar je Barrel (159 Liter) schwanke und sich der Wechselkurs bei 1,40 Dollar je Euro stabilisiere, im März 2009 mit 1,2 Prozent und im Juni 2009 mit 0,6 Prozent angenommen.
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