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Britische Behörden untersuchen Madoff-Betrugsfall


London (APA/dpa.) - Nach dem größten Betrugsfall der Finanzgeschichte untersuchen auch britische Behörden den Skandal um den US-Broker Bernard Madoff. Dabei nehmen die Ermittler die Geschäfte des 70-Jährigen unter die Lupe. Die Untersuchung werde sich auf Madoffs britische Opfer und alle seine möglichen Rechtsverstöße konzentrieren. Alle Geschäftspartner und Angestellten seien aufgerufen, den Ermittlern zu helfen.

Madoff hatte nach eigenen Angaben einen Schaden von 50 Mrd. Dollar (36,8 Mrd. Euro) angerichtet. Der 70-Jährige, über Jahrzehnte ein angesehener New Yorker Aktienbroker, hatte den US-Behörden den Milliarden-Betrug gestanden und steht derzeit in Manhattan unter Hausarrest. Madoff hatte seinen Anlegern jahrzehntelang beständig hohe Gewinne versprochen, die er in Wirklichkeit gar nicht erzielt haben soll. An die Investoren schüttete er stattdessen Geld aus, das er von immer neuen Anlegern bekam - ein sogenanntes "Schneeball-System".

Zu Madoffs Opfern in Großbritannien zählen auch die Großbanken HSBC und Royal Bank of Scotland (RBS). HSBC hatte die Einbußen auf bis zu eine Milliarde Dollar beziffert. RBS geht davon aus, dass sich der Schaden auf 400 Mio. Pfund (442 Mio. Euro) belaufen könne.

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