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Industrieumsatz so stark eingebrochen wie seit 15 Jahren nicht mehr


Wiesbaden (dpa) - Die Umsätze der deutschen Industrie sind im November 2008 so stark eingebrochen wie zuletzt nach dem Ende des Vereinigungsbooms. Bereinigt um Saison- und Arbeitstagseinflüsse ging der Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im November um real 6,4 Prozent gegenüber dem November 2007 zurück, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Einen stärkeren Rückgang hatte es mit 6,7 Prozent zuletzt im Juli 1993 gegeben, als die Zahlen deutlich hinter dem Vereinigungsboom aus dem Jahr 1992 zurückblieben.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Umsätze der Industrie um 4,2 Prozent. Einen ähnlich starken Rückgang innerhalb eines Monats hat es seit der Wiedervereinigung nur noch einmal gegeben, nämlich im September 2008. Im Oktober 2008 hatten der Maschinenbau sowie die Rundfunk- und Nachrichtentechnik die Umsatzzahlen noch herausgerissen.

Im November konnte der langfristig orientierte Maschinenbau ebenfalls noch einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent erreichen, während vor allem die Automobil- und die Zulieferindustrie um jeweils 14,8 Prozent einbrachen.

Über alle Branchen zusammen ging vor allem das Geschäft mit Ländern aus der Eurozone zurück (- 12 Prozent, während das übrige Ausland mit einem Rückgang von 4,8 Prozent noch etwas stabiler war als das Inlandsgeschäft (-5,1 Prozent). In den ersten elf Monaten des Jahres 2008 lagen die Umsätze dank der guten Konjunktur im ersten Halbjahr noch um 1,0 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. dpa ce yyhe n1 kf
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