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EZB senkt Zinsen zum vierten Mal in Folge
Im Kampf gegen die Rezession hat die Europäischen Zentralbank den Leitzins im Euroraum den vierten Monat in Folge gesenkt. Die Währungshüter lockerten die geldpolitischen Zügel um 50 Basispunkte auf 2 Prozent.

Frankfurt (APA/ag.) - Zuletzt hatte die EZB den Leitzins im Juni 2003 auf 2 Prozent gesenkt. Ein düsteres Bild zeichnete EZB-Präsident Trichet nach der Entscheidung am Donnerstag von den Wirtschaftsaussichten.

Seit der Verschärfung der Finanzkrise im vergangenen Herbst hat die EZB die geldpolitischen Zügel damit in einem bisher nicht dagewesenen Tempo in vier Schritten um 225 Basispunkte gelockert. Trichet sagte zur Erläuterung, die Konjunktur im Euro-Raum habe sich zum Jahreswechsel weiter abgeschwächt. Auch für die kommenden Quartale rechnet die EZB damit, dass die Schwäche der Weltwirtschaft und der Inlandsnachfrage anhalten werden.

Der wirtschaftliche Ausblick "bleibt umgeben von einem außergewöhnlichen Maß an Unsicherheit", betonte Trichet zudem. Er verwies vor allem auf mögliche weitere Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Konjunktur. Trichet deutete an, die EZB werde im Februar eine Pause bei den Zinssenkungen machen, schloss weitere Zinslockerungen aber nicht aus. Die EZB sieht angesichts der deutlich gesunkenen Energiepreise und der Konjunkturflaute derzeit keine Inflationsgefahren im gemeinsamen Währungsraum.

Auch die US-Wirtschaft, die ein wichtiger Exportmarkt insbesondere für Deutschland ist, ist schlecht ins Neue Jahr gestartet und die Aussichten bleiben düster. Das geht aus einem Bericht hervor, den die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Washington veröffentlichte. Die zwölf Regionalbanken der Fed meldeten für die letzten beiden Monate 2008 kräftige Rückgänge in allen Branchen vom Einzelhandel über die Fabrikproduktion bis hin zu Dienstleistungen und Immobilienmarkt.

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