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Wenig Hoffnung auf baldige Gaslieferungen
Trotz des für Samstag angesetzten Spitzentreffens zwischen dem russischen Premier Putin und der ukrainischen Regierungschefin Timoschenko in Moskau ist die Hoffnung auf eine Einigung und damit eine baldige Wiederaufnahme der Gaslieferungen nach Europa gering.

Wien (APA) - Timoschenko erklärte, die Ukraine habe Gasreserven für ein Jahr.

"Das gibt uns die Möglichkeit, die Verhandlungen in aller Ruhe zu führen", erklärte Timoschenko. Putin ist hingegen der Ansicht, der Gastransit nach Europa sei das Problem der Ukraine, sie müsse es auch lösen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sieht trotz des anhaltenden Lieferstopps keine Alternative zu den russischen Gasimporten. "Wir haben langfristige Lieferverträge mit Russland und werden deshalb auch keine komplette Alternative finden können", sagte sie am Donnerstag. Dass die Lieferungen bald wieder aufgenommen werden, ist unwahrscheinlich. Die Fronten im Streit zwischen Moskau und der Ukraine scheinen verhärtet. Die EU will aber am Samstag in Moskau am russisch-ukrainischen Gipfeltreffen zum Gasstreit teilnehmen und bei der Lösung des Konflikts helfen.

Der ukrainische Präsident Juschtschenko hatte zuvor in einem Telefongespräch mit Merkel erklärt, dass die Ukraine die Durchleitung russischen Gases nach Westen aus technischen Gründen derzeit nicht leisten könne. Hauptproblem sei, dass Russland seine Gaslieferungen nicht in vollem Umfang aufnehme.

Der russische Ministerpräsident Putin hat vorgeschlagen, dass die Kunden in der EU die Kosten für den Transport des Erdgases durch die Pipelines zahlen. Die Gaskunden sollten ein Konsortium bilden, dass das sogenannte technische Gas kauft, das russisches Erdgas durch das ukrainische Pipeline-System in Richtung EU treibt, erklärte Putins Sprecher am Donnerstag in Moskau.
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