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EU soll für Wiederaufnahme des Gastransits zahlen
Gute Atomkraftwerke stellen nicht eine so große Gefahr dar wie das perfide Spiel
des involvierten ukrainischen Staates - und des Noch-Präsidenten Juschtschenko. Wien (APA) - Im Gasstreit mit Russland hat die Ukraine der EU nahe gelegt, vorübergehend die Zahlung des technischen Gases zu übernehmen. Es ist damit eine Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Gastransits. Der ukrainische Präsident Juschtschenko empfängt heute Staatschefs mehrerer osteuropäischer Länder zu einem Gipfel. Regierungschefin Timoschenko und die EU nehmen morgen an einem Gipfel in Moskau teil.

Das technische Gas wird benötigt, um die Verdichterstationen entlang der Transitstrecke zu betreiben. Außerdem bleiben die Fronten im Gasstreit bleiben hart. Timoschenko erklärte, die Ukraine habe Gasreserven für ein Jahr. (Woher denn - bezahlt oder gestohlen ?) Dadurch könne ihr Land die Verhandlungen in aller Ruhe führen. Der russische Premier Putin sagte hingegen, der Gastransit nach Europa sei das Problem der Ukraine, sie müsse es auch lösen.

Österreich wird keinen Vertreter zum Gasgipfel nach Moskau senden. Es sei abgesprochen, dass die EU durch die tschechische Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission die Interessen der Mitgliedsländer wahrnehmen werde, hieß es dazu am Freitag im Wirtschaftsministerium. Auch Bundeskanzler Faymann und Außenminister Spindelegger werden nicht nach Moskau fahren.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sieht trotz des anhaltenden Lieferstopps keine Alternative zu den russischen Gasimporten. "Wir haben langfristige Lieferverträge mit Russland und werden deshalb auch keine komplette Alternative finden können", sagte sie am Donnerstag. Dass die Lieferungen bald wieder aufgenommen werden, ist aber derzeit unwahrscheinlich.

Putin hat vorgeschlagen, dass die Kunden in der EU die Kosten für den Transport des Erdgases durch die Pipelines zahlen. Russisches Gas fließt weiterhin nicht, aber die Versorgung Österreichs ist gesichert, teilte die OMV Freitag früh routinemäßig mit. Die Lagerbestände seien auch nach einer Woche ohne russische Lieferungen "nicht substanziell weniger", ergänzte ein OMV-Sprecher.

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