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Milliardenhilfe für private Großbanken kritisiert


Berlin (APA/ag) - Die Milliardenhilfen der deutschen Regierung für private Großbanken stößt auf Kritik bei den öffentlich-rechtlichen Geldinstituten. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Westdeutschen Landesbank, Michael Breuer, warnte vor einer Fairnesslücke, weil durch die Rettungsaktion der Regierung für die Commerzbank ein Wettbewerbsnachteil entstanden sei. Breuer bleibt damit nicht der einzige Kritiker.

Er sagte der "Welt am Sonntag", bei der Commerzbank stemme der Bund eine beispiellose Hilfsaktion über insgesamt 18,2 Milliarden Euro. "Dabei wird, anders als bei den Landesbanken, keine Kernkapitalquote von acht Prozent als Voraussetzung für Staatshilfen gefordert", kritisierte er. Als Kernkapitalquote wird das Verhältnis von Eigenkapital zu Risikokapital in einer Bank bezeichnet.

Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), kritisierte in der "Rheinpfalz am Sonntag", die privaten Geldinstitute nutzten die Staatsgelder, "um Bankenfusionen zu finanzieren, die sie alleine nicht mehr hätten stemmen können". Es sei ein Unding, wenn der Staat mit Steuergeldern für neue Strukturen bei den privaten Banken sorge, die Landesbanken aber in alter Form erhalten blieben. Auch hier seien Neuaufstellungen, Kapazitätsabbau und Fusionen nötig.
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