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Österreich: Industrie will 15 Mrd. Euro Staatshaftungen
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Wien (APA) - Nach dem 100-Mrd.-Euro-Paket für die Banken soll der österreichische Steuerzahler nun auch die Garantien für Industrieanleihen in Höhe von 15 Mrd. Euro übernehmen. Die Industriellenvereinigung (IV) begründete ihren Vorstoß damit, dass sich die österreichischen Industrieunternehmen "trotz erstklassiger Bonität auf dem Kapitalmarkt nur schwer bzw. teuer refinanzieren" können.

IV-Präsident Veit Sorger verwies darauf, dass in Deutschland, in Frankreich staatliche Garantieprogramme gemacht würden, die es den direkten Mitbewerbern der österreichischen Unternehmen erlauben würden, sich billiger zu refinanzieren. Aus diesem Grund müsse die Republik Österreich helfen, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie abzusichern und rasch ihren Schirm auch auf die Nicht-Banken ausdehnen: "Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren."

In Westeuropa rollten bereits jetzt staatlich garantierte Anleihen in Höhe von 500 Mrd. Euro auf die Kapitalmärkte zu. Voest-Generaldirektor Eder sagte, dass, wenn Österreich zu lange warte, die Kapitalmärkte im Sommer "leergefegt" seien.

Die Staatshaftungen sollen zeitlich befristet (bis 2012) sein, die Nutznießer sollen eine Provision für die Garantie entrichten. Direkte Staats-Einstiege in Industriebetriebe soll es nach dem Willen der Industriellen keine geben  << zurück zur Übersicht