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IG BAU will 8,7 Prozent mehr Geld für Gebäudereiniger


Frankfurt/Main (dpa) - Mit einer Forderung nach 8,7 Prozent mehr Geld geht die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in die Tarifauseinandersetzung für die rund 850 000 Gebäudereiniger in Deutschland. Außerdem soll die Angleichung der Ost- an die West-Löhne in Angriff genommen werden, wie die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mitteilte. Weitere Themen sind die betriebliche Altersvorsorge und Tarifverträge für Angestellte der Unternehmen.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks in Bonn, Johannes Bungart, nannte die Forderung "jenseits aller wirtschaftlichen Rahmendaten". Man wolle sich die Zahl zum Auftakt der Verhandlungen am Dienstag in Frankfurt erst einmal erklären lassen. Ein Angebot wollen die Arbeitgeber zunächst nicht vorlegen.

Die Höhe der Forderung begründete IG-BAU-Vorstandsmitglied Frank Wynands am Montag mit der guten Ertragslage der Branche in den vergangenen Jahren. Zudem gebe es einen gewissen Nachholbedarf der Beschäftigten, weil die Lohnerhöhung um 3,5 Prozent aus dem noch aktuellen Tarifvertrag mit zwei Monaten Verzögerung in Kraft getreten sei.

Die Verhandlungen beginnen am Dienstag in Frankfurt. Der bis zum 30. September dieses Jahres terminierte Tarifvertrag ist noch nicht gekündigt. Man strebe einen Abschluss bis Mai an, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Laut Wynands sind rund zehn Prozent der 850 000 Beschäftigten in der Gewerkschaft organisiert.

Die Gebäudereiniger sind nach Angaben des Innungsverbandes das beschäftigungsstärkste Handwerk in Deutschland. Die Branche mit rund 28 000 Firmen sei von Kleinbetrieben und mittelständischen Unternehmen geprägt und mache einen Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Euro.
dpa ce yyhe z2 tst
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