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Euro-Finanzminister sprechen über Auswege aus Wirtschaftskrise


Brüssel (dpa) - Die Finanzminister des Eurogebiets haben am Montag in Brüssel über Auswege aus der schweren Wirtschaftskrise beraten. Die EU-Kommission nimmt laut einer neuen Prognose an, dass die Wirtschaft in der Eurozone mit knapp 329 Millionen Menschen im laufenden Jahr um 1,9 Prozent schrumpfen wird. Eine bescheidene Erholung wird erst für das kommende Jahr erwartet.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten im Dezember bei ihrem Brüsseler Gipfeltreffen beschlossen, dass die EU insgesamt 200 Milliarden Euro im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise aufbringt. Dabei werden vor allem nationale Pläne zur Konjunkturankurbelung angerechnet. Der niederländische Ressortchef Wouter Bos sagte, es sei bisher nicht klar, "ob eines der Pakete, ob es nun dem Finanzsektor oder der EU-Wirtschaft dient, tatsächlich effektiv ist oder nicht".

Unter den Ministern gab es Besorgnis zu dem erwarteten Wirtschaftseinbruch in Deutschland im laufenden Jahr. "Wenn Deutschland hustet, bekommen wir alle Schnupfen", sagte der niederländische Kassenhüter. Laut Kommission wird die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2009 um 2,3 Prozent schrumpfen. An der Sitzung nahm auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, teil. Die EZB hatte in der vergangenen Woche den wichtigsten Leitzins auf 2,0 Prozent heruntergeschraubt, um die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen.

Die Minister sprachen laut Diplomaten auch über die Euro-Einführung in der Slowakei zum vergangenen Jahreswechsel. Der Euro-Club hat mit der Slowakei 16 Mitglieder.
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