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Merkel warnt USA erneut vor Protektionismus


Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die USA erneut davor gewarnt, angesichts der globalen Krise in Protektionismus zu fallen. Nach den Exzessen der vergangenen Zeit insbesondere auf den Finanzmärkten gelte es jetzt, ein globales Regelwerk einzurichten, das wesentliche Elemente der sozialen Marktwirtschaft enthalte, sagte Merkel am Montagabend bei einer Feier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. Man müsse jetzt mit dem neuen US-Präsident Barack Obama um die richtigen Schlussfolgerungen aus der Krise ringen.

Merkel sprach sich für eine "Charta des gemeinsamen Wirtschaftens" aus. Protektionismus sei die falsche Antwort auf die Krise. Grundsätzlich erlebe man zur Zeit eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft.

Die Kanzlerin zeigte sich ähnlich wie der neue BDI-Präsident Hans- Peter Keitel überzeugt, dass Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. Keitel sagte bei der Festveranstaltung aus Anlass seiner Amtseinführung, auch diese Krise gehe einmal zu Ende. Und dann werde Deutschland noch besser dastehen als vor dem Abschwung.

Keitel bescheinigte der Bundesregierung, mit den Beschlüssen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und den beiden Konjunkturpaketen Handlungsfähigkeit bewiesen zu haben. Aber die Politik könne es nicht alleine richten. Egal wie viele Milliarden der Staat in die Hand nehme, letztlich gehe es um die richtigen Anreize, damit das System wieder in Gang komme, sagte Keitel in einem vorab verbreiteten Redetext.

Der gelernte Bauingenieur Keitel löst den Düsseldorfer Unternehmer Jürgen Thumann als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) ab. Thumann schied nach vier Jahren aus dem Amt, bleibt dem BDI aber weiter als Vize-Präsident erhalten.
dpa rm ko yydd z2 bk/pu
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