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Österreich: FPÖ-Haider zu Dienstwagenkauf bei Nationalbank: Versagen darf nicht belohnt werden
FPÖ bringt Anfrage an Finanzminister ein - ÖNB-Direktor Zöllner leistet sich Dienstfahrzeug um 140.000 Euro
Die Nationalbank (ÖNB) - zu 70 Prozent im Besitz der Republik und unter Aufsicht des Rechnungshofes - hat die Generaldirektoren der heimischen Großbanken zur Sparsamkeit aufgerufen. "Für das eigene Direktorium scheint diese Forderung jedoch nicht zu gelten", kritisierte heute der oberösterreichische FP-Nationalratsabgeordnete Mag. Roman Haider. Das Direktorium der Nationalbank besteht aus vier Mitgliedern: dem Gouverneur Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, dem Vize-Gouverneur Dr. Wolfgang Duchatczek und den beiden Direktoren Mag. Andreas Ittner und Dr. Peter Zöllner. "Peter Zöllner leistete sich im Angesicht der Finanzkrise ein neues Dienstfahrzeug auf Kosten der Nationalbank, einen 7er-BMW in Stretch-Version zum Preis von € 140.000,-. Doch er ist nicht der einzige im Direktorium, der durch einen Hang zu schönen Dienstwägen auffällt. Sein Kollege Wolfgang Duchatczek fährt einen noch teureren Dienstwagen", kritisierte Haider. *****

"Diese Dreistigkeit ist unglaublich. Dies findet zu einer Zeit statt, in der der Normalbürger mit einer weltweiten Finanzkrise und deren Auswirkungen konfrontiert ist. Des Weiteren verhandelt Nationalbank-Gouverneur Nowotny mit der Belegschaftsvertretung, um die kostspielige Pensionsordnung der ÖNB zu reformieren. In diesem Zusammenhang werden die Leitwerte der Bank: Sicherheit, Stabilität und Vertrauen, zumindest in Bezug auf "Vertrauen" zu einer Farce. Es wird für Gouverneur Ewald Nowotny schwierig werden, einerseits die Anschaffung derartiger Dienstautos und andererseits die Kürzung der Pensionen der Nationalbankangestellten zu vertreten", so der FPÖ-Nationalrat.

"Auch Aufrufe zur Mäßigung, wenn es sich um die Gehälter von Generaldirektoren der großen heimischen Kreditanstalten handelt, scheinen, von dieser Seite, wenig gerechtfertigt. So bezogen die Mitglieder des Direktoriums 2007 Gehälter, die jeweils zwischen € 279.000,- und € 247.000,- liegen und insgesamt € 1.045.000,- betrugen, was eine Steigerung von € 21.000,-gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Hinzu kommen noch Vergütungsansprüche, die allein 2007, wie auf der Internetseite der ÖNB zu lesen steht, mit € 111.000,- zu Buche schlugen", nannte Haider konkrete Zahlen.

Nach Ansicht des freiheitlichen Abgeordneten hat es die österreichische Nationalbank versäumt, ihrer Pflicht nachzukommen und die heimischen Kreditinstitute ausreichend zu kontrollieren. "Aber selbst wenn man dieses Versagen außer Betracht lässt, ist es völlig unvertretbar, dass ein Mitglied des Direktoriums, das nicht unmittelbar an der Spitze der Bank steht, ein derartiges Auto bekommt", so Haider, der abschließend ankündigte, eine entsprechende Anfrage an den zuständigen Finanzminister bereits eingebracht zu haben.  << zurück zur Übersicht