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Künftiger US-Finanzminister will Krise entschlossen bekämpfen


Washington (dpa) - Der künftige US-Finanzminister Timothy Geithner will die Finanz- und Wirtschaftskrise mit schnellen und umfassenden Schritten bekämpfen. "Der umsichtigste Kurs ist der energischste Kurs", sagte Geithner am Mittwoch während seiner Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Senats. Vor allem gelte es, dass so schnell wie möglich wieder Kredite in die Wirtschaft flössen. Bliebe das aus, drohe ein Verlust des bisherigen Lebensstandards und noch größerer Schaden für das Finanzsystem, sagte der 47-Jährige.

Der bisherige Chef der regionalen Notenbank von New York bekräftige, dass es nie wieder zu einer solchen Finanzkrise kommen dürfe. Dazu müsse ein weit stabileres
Finanzsystem konstruiert werden. Auch hob Geithner hervor, dass angesichts eines erwarten Haushaltslochs von 1,2 Billionen Dollar (rund eine Billionen Euro), dass die Lücke wieder geschlossen werden müsse, sobald die Krise vorbei sei. Die USA müssten baldmöglichst aufhören, über ihre Verhältnisse zu leben, sagte er.

Geithners entschuldigte während seiner Anhörung dafür, dass er Steuern für eine frühere Tätigkeit beim Internationalen Währungsfonds zunächst nicht gezahlt hatte. Dies sei aus Nachlässigkeit geschehen, nicht aus Absicht, erklärte er. Sein Berufungsverfahren hatte mit einigen Tagen Verzögerung begonnen, nachdem die Vorgänge um seine Steuern bekanntgeworden war. Außerdem hatte er für kurze Zeit eine Haushälterin ohne gültige Arbeitspapier beschäftigt.
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