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EZB sieht auch für die nächsten Monate trübe Konjunkturaussichten


Frankfurt/Main (dpa) - Die Aussichten für die Konjunktur im Euroraum bleiben nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) auch für die nächsten Monate trüb. Die Notenbank gehe davon aus, "dass die globale Wirtschaftsschwäche und die sehr gedämpfte Binnennachfrage in den kommenden Quartalen anhalten werden", heißt es im Monatsbericht der EZB für Januar, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Spannungen an den Finanzmärkten wirkten sich weiterhin auf die Realwirtschaft aus.

Wegen der Finanz- und Bankenkrise sei die Unsicherheit nach wie "außerordentlich hoch", bekräftigte die EZB jüngste Äußerungen ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet. Im Kampf gegen die Rezession in vielen europäischen Ländern hatte die EZB in der vergangenen Woche zum vierten Mal in Folge den Leitzins im Euroraum gesenkt: Der Zins wurde um erneut 0,5 Punkte auf 2,0 Prozent verringert.

Bei Bankkrediten hat nach Beobachtung der EZB die Zuspitzung der Turbulenzen infolge der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September "zu einer Abschwächung bei der Vergabe von Krediten" beigetragen. Es bedürfe aber weiterer Daten und Analysen, "um sich ein fundiertes Urteil über die Schwere und den Umfang der Kreditbeschränkungen sowie deren mögliche Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung bilden zu können". Die staatlichen Rettungspakete für die Finanzbranche sollten nach Ansicht der EZB "zu einer Lockerung der Beschränkungen des Kreditangebots für Unternehmen und private Haushalte führen".
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