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IWF und Weltbank erkunden Finanzlage in Rumänien


Bukarest (dpa) - Eine gemeinsame Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank erkundet die Finanzlage in Rumänien. Die Expertenteams würden am Montag in der Hauptstadt Bukarest erwartet, berichteten rumänische Medien am Sonntag. Die Mission werde allerdings "keine Finanzhilfe verhandeln oder anbieten", hieß es in einer Mitteilung des IWF. Rumänien hat im Sommer 2006 das letzte Stand-by-Abkommen mit dem IWF beendet und seitdem nur noch Beziehungen auf Expertenebene gepflegt.

Zuvor hatte Rumänien die Möglichkeit einer Nothilfe seitens des IWF zurückgewiesen. Die rumänische Zentralbank hatte mit Verweis auf ihre Berechnungen erklärt, dass es keine Finanzierungsprobleme im neuen EU-Land geben würde. Sowohl Staatspräsident Traian Basescu als auch die Notenbank hatten vergangene Woche Gerüchte in den internationalen Medien über eine mögliche IWF-Nothilfe an Rumänien deutlich dementiert.

Auch der IWF widersprach solchen Gerüchten. Allerdings warnten die Experten vor den Auswirkungen der weltweiten Krise auf die rumänische Wirtschaft. Der IWF forderte die rumänischen Behörden zu einer "soliden, der schwierigen Wirtschaftssituation angepassten Steuer- und Lohnpolitik" auf. Er mahnte Bukarest unter anderem, die beschlossenen Gehaltszuwächse bei Lehrern um 50 Prozent zu überdenken. Rumäniens Regierung hatte anschließend die entsprechende Verordnung, die ursprünglich rückwirkend zum Oktober wirksam werden sollte, auf April 2009 verschoben.
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