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Ansturm der US-Banken auf Geld vom Staat


New York (dpa) - In der amerikanischen Bankenbranche hat nach erstem Zögern laut US-Medien ein regelrechter Ansturm auf Hilfen aus dem staatlichen Rettungspaket eingesetzt. Rund 1800 börsennotierte Finanzhäuser würden womöglich Finanzspritzen des Staates beantragen, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Vertreter des Finanzministeriums und der Bankenaufsicht. Abhängig von den noch nicht festgelegten Bedingungen für eine Teilnahme könnten sich überdies noch Tausende private Banken bewerben.

Bis vor kurzem hatten sich US-Banken sehr zurückhaltend gezeigt. Sie befürchteten Medien zufolge, dass die Annahme der Staatshilfen als Zeichen massiver Probleme ausgelegt werden könnte. Inzwischen habe sich die Stimmung gedreht, schrieb das "Wall Street Journal". Viele Banken machten sich nun umgekehrt Sorge, gerade wer kein Geld aus dem Rettungstopf bekomme, könnte am Markt am Ende als zu schwach gelten.

In einem ersten großen Schritt hatte die US-Regierung 125 Milliarden Dollar (97 Mrd Euro) in neun wichtige Großbanken investiert. Noch einmal so viel ist im Zuge des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets für Beteiligungen an weiteren Häusern vorgesehen. Überdies öffnete das Finanzministerium die Tür auch für andere Finanzinstitute wie etwa Versicherer. Einige Experten befürchteten daher bereits, das Geld könne womöglich nicht reichen, berichtete die Zeitung. Bewerbungsfrist sei nach letzten Plänen der 14. November.
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