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Juncker: "Mehr Regulierung, nicht Strangulierung"


Brüssel (dpa) - Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hat sich für mehr Regulierung der Finanzmärkte ausgesprochen, zugleich aber vor einer "Strangulierung" gewarnt. "Ich bin für mehr Regulierung, ich bin nicht für Strangulierung", sagte Juncker am Freitag in Brüssel nach dem EU-Gipfeltreffen zur Vorbereitung des Weltfinanzgipfels vom 15. November in Washington. Er glaube, "obwohl die mich enttäuscht haben, an die tugendhafte Kraft der Marktkräfte". "Eine Anhebung der Regulierungsdichte" scheine ihm dennoch nötig zu sein. Dies gelte vor allem für die Kontrolle komplizierter Finanzprodukte. Europaweit seien "gemeinsame Überwachungsregeln" nötig, allerdings "nicht unbedingt in der instrumentalen Form einer zentralen Aufsichtsbehörde in der EU".

Juncker bekräftigte die Forderung nach einem Sitz für die aus 15 Staaten bestehende Euro-Zone in den Gremien des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Die Welt der internationalen Finanz ist unzureichend strukturiert", sagte Juncker, der als Vorsitzender der Eurogruppe nicht zum Weltfinanzgipfel eingeladen wurde. "Ich bedaure nur, dass die EU sich so unendlich schwer tut, mit konzentrierter Aufmarschformation präsent zu sein", sagte er. Die Kommission sei zwar nicht Teil der G20, nehme aber dennoch dort teil, EZB-Präsident Jean-Claude Trichet dürfe nur bei den G20-Ministern mitreden, nicht aber bei den Regierungschefs. Spanien müsse Vollmitglied der G8 werden: "Spaniens Platz ist nicht auf einem halben französischen Sitz."
dpa eb xx n1 ch
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