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Schweizer Bank UBS gibt angeblich Namen von US-Kunden preis


Washington (dpa) - Die US-Regierung hat nach einem Bericht der "Washington Post" vom Schweizer Bankgiganten UBS die Namen von 70 US- Kunden erhalten, die daheim im Verdacht der Steuerhinterziehung stehen. Das Finanzinstitut habe damit einem Ersuchen des Washingtoner Justizministeriums entsprochen, das in der Steueraffäre ermittelt, berichtete das Blatt am Montag unter Berufung auf eine "informierte Quelle".

Danach ist die Enthüllung von Namen zwar nicht ungewöhnlich, wenn ausländische Behörden konkrete Beweise für kriminelles Verhalten eines Kunden vorlegen. In diesem Fall aber habe das Justizministerium um Informationen über Personen ersucht, deren Namen es nicht gekannt habe. Es sei um Angaben über Amerikaner mit Konten gegangen, die in den jährlichen Steuererklärungen in den USA verschwiegen worden seien. Das mache diese Enthüllungen "bemerkenswert". Nach einem Kongressbericht vom Juni hat die UBS im Zuge von Senatsermittlungen mitgeteilt, dass etwa 19 000 US-Bürger derartige heimliche Konten bei der Bank unterhalten.

Unklar blieb zunächst, ob die Informationen dem Justizministerium von der UBS, der Schweizer Regierung oder von beiden übermittelt wurden. Die Enthüllungen seien laut der Quelle aber von der Regierung generell genehmigt worden.
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