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Deutsche Metaller einigten sich auf 4,2 Prozent


Sindelfingen (APA/ag./dpa) - Die Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie haben sich trotz der schwierigen Wirtschaftslage auf eine deutliche Lohnerhöhung von 4,2 Prozent geeinigt. Mit dem Abschluss in Baden-Württemberg am Mittwoch wurden so flächendeckende Streiks in der deutschen Schlüsselindustrie verhindert. Der nach zähen Verhandlungen zustande gekommene Vertrag sieht auch Einmalzahlungen vor.

"Es ist uns gelungen, einen Arbeitskampf in letzter Sekunde abzuwehren", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann nach 22-stündigen Verhandlungen in Sindelfingen. Die Tarifentgelte sollen am 1. Februar um 2,1 Prozent und frühestens zum 1. Mai um weitere 2,1 Prozent steigen. Betrieblich können aber Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, den zweiten Erhöhungsschritt bis zu sieben Monate zu verschieben.

Außerdem erhalten die Beschäftigten für die Monate November, Dezember und Jänner eine Einmalzahlung von 510 Euro. Für Mai bis Dezember 2009 wurde eine Zahlung von 0,4 Prozent eines Monatsgehaltes vereinbart. Der Tarifvertrag läuft bis April 2010.

Die Einigung gilt zunächst zwar nur für die 815.000 Metaller in Baden-Württemberg. Sowohl der Gewerkschaftsvorstand der IG Metall als auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sprachen sich aber für eine bundesweite Übernahme des Abschlusses aus.

Der Halbleiterkonzern Infineon ist aus dem Tarifverband der bayerischen Metallarbeitgeber ausgetreten. Für die Mitarbeiter des Unternehmens gebe es folglich im laufenden Geschäftsjahr keine Gehaltserhöhungen, teilte Infineon am Mittwoch mit. In Österreich ist Infineon mit einem Werk in Villach in Kärnten vertreten. Zuletzt war der Abbau von 400 Stellen an diesem Standort bis Ende 2009 angekündigt worden.

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