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Finanzkrise: USA ändern Rettungsplan


New York (APA/ag.) - US-Finanzminister Paulson hat eine Neuausrichtung des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets für die Finanzmärkte angekündigt: Statt dem Aufkauf fauler Kredite soll es eine zweite Runde von Finanzspritzen für angeschlagene Finanzkonzerne geben. Das Geld solle nun auch eingesetzt werden um Zwangsversteigerungen von Wohnimmobilien zu verhindern, erklärte Paulson am Mittwoch in Washington.

"Der Markt, der für Kredite und Wachstum von entscheidender Bedeutung ist, ist praktisch zum Erliegen gekommen", sagte Paulson. Die Regierung habe beschlossen, dass der Einsatz von Milliarden Dollar zum Aufkauf fauler Kredite von Finanzinstitutionen derzeit "nicht der effektivste Weg" sei, den Rettungsplan umzusetzen. Dieses Vorhaben ist bisher im Mittelpunkt des Plans gestanden. Der Minister erklärte, das Geld solle stattdessen auch eingesetzt werden, um Zwangsversteigerungen von Wohnimmobilien zu verhindern.

Die US-Regierung hat für den Kauf von Bank-Aktien bereits 250 Milliarden Dollar zugesagt. So sollen die Finanzinstitute die notwendigen Mittel erhalten, um wieder eine normale Kreditvergabe aufnehmen zu können. Weitere 40 Milliarden Dollar sollen an den strauchelnden Versicherungsriesen AIG fließen. Damit bleiben 60 Milliarden der bisher vom Kongress genehmigten 350 Milliarden Dollar übrig, um faule Kredite aufzukaufen und Immobilienbesitzer zu unterstützen.

Vorsichtig äußerte sich Paulson zum Vorhaben der Demokraten, auch die Autoindustrie an dem Rettungspaket zu beteiligen. Die Autoindustrie sei von großer Bedeutung für die amerikanische Wirtschaft, erklärte der Minister. Der Rettungsplan sei jedoch nicht entworfen worden, um die Autokonzerne zu unterstützen.

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