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EU stimmt Alitalia-Rettungsplan zu


Rom (APA) - Die EU-Kommission hat am Mittwoch dem Rettungsplan für die bankrotte Alitalia zugestimmt. Die Investorengruppe CAI, die der italienischen Regierung einen Vorschlag für die Übernahme der Alitalia vorgelegt hat, müsse jedoch beweisen, dass sie eine neue Gesellschaft gründen werde, die im Einklang mit den EU-Regeln die gesunden Teile der Alitalia aufnehmen werde, hieß es in Brüssel.

Die EU-Kommission bezeichnete dagegen den Überbrückungskredit im Wert von 300 Mio. Euro, den die Regierung der Alitalia im vergangenen April gewährt hatte, als illegal. Der Kredit widerspreche den europäischen Wettbewerbsregeln. Die Alitalia-Belegschaft protestiert gegen das Arbeitsvertragsmodell, das die italienische Investorengruppe CAI vorgelegt hat.

Die Alitalia-Mitarbeiter setzen auch am Mittwoch ihren wilden Streik fort. Die bankrotte italienische Fluggesellschaft meldete, dass mindestens 50 Flüge am Mittwoch gestrichen wurden, im Laufe des Tages könnten es jedoch viel mehr sein. Wegen des unangemeldeten Streiks der Alitalia-Mitarbeiter waren am Dienstag 124 Flüge gecancelt worden. Besonders chaotisch war die Lage auf den Flughäfen Rom-Fiumicino und Mailand. Hunderte Passagiere saßen dort fest.

Alitalias Insolvenzverwalter, Augusto Fantozzi, hat am Mittwoch rechtliche Maßnahmen gegen das Personal angekündigt. Die Dienstverweigerung habe der Fluggesellschaft und den Passagieren schwere Schäden zugefügt, kommentierte Fantozzi.

Die CAI war im dritten Anlauf, Alitalia zu verkaufen, der einzige Bieter. Das Konsortium will die gesunden Teile der Fluggesellschaft mit dem kleineren Rivalen Air One verschmelzen. Um die Überlebenschancen zu verbessern, ist die Regierung in Rom zudem noch auf der Suche nach einem ausländischen Großaktionär. Im Gespräch sind Air France-KLM und Lufthansa.

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