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ORF beriet über schlechtes Jahresergebnis


Wien (APA) - Die ORF-Führung hat am Mittwoch über die Verschlechterung des Jahresergebnisses auf minus 100 Mio. Euro beraten. Dabei teilten nicht alle Stiftungsräte die Meinung von ORF-Chef Wrabetz, im laufenden Jahr zustande gekommene Bilanz "zur Gänze auf die internationale Finanzkrise zurückzuführen ist". Zudem gab es Spekulationen über ein Köpferollen in der Geschäftsführung.

Beinahe unisono forderten die Stiftungsräte vor der Sitzung von der ORF-Geschäftsführung ein Strukturkonzept und eine detaillierte Darlegung der Finanzlage und der geplanten Gegenmaßnahmen. Außerdem spekulierten verschiedene Medien im Zusammenhang mit den Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP unterdessen über ein eventuell bevorstehendes Köpferollen in der ORF-Geschäftsführung. Sollte es zu Personalrochaden auf Direktoriumsebene kommen, müsste der Generaldirektor im Stiftungsrat einen Abwahlantrag stellen. Wrabetz dementierte jedoch ein solches Ansinnen, Stiftungsräte wollten sich zu diesem Szenario nicht äußern.

Eine andere Variante wäre die Novellierung des ORF-Gesetzes und eine Neuausschreibung des ORF-Direktoriums. Dies würde allerdings mehrere Monate in Anspruch nehmen. Dem Vernehmen nach gibt es im Rahmen der Regierungsverhandlungen diverse Wünsche für Personalrochaden an der ORF-Spitze. Laut dürfte der Ruf nach einem ORF-Generalsekretär sein, der könnte - sollte Wrabetz im Amt bleiben - aus ÖVP-Reihen kommen, war unter Stiftungsräten zu hören.

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