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Forderungen nach europäischer Ratingagentur lauter


Berlin/Brüssel (APA/dpa) - Nach dem Rundumschlag der Ratingagentur Standard & Poor's gegen die Eurozone werden die Rufe nach einer unabhängigen europäischen Konkurrenz zu den US-amerikanisch geprägten Noten-Verteilern immer lauter. Das aktuelle System führe dazu, "dass demokratisch legitimierte Staaten von der Finanzindustrie vor sich hergetrieben werden", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Gerd Billen.

Die US-geprägten Agenturen seien in der Euro-Schuldenkrise "nicht nur ein neutrales Fieberthermometer, sondern sie treiben das Fieber mit nach oben", meinte Billen gegenüber der dpa. Billen forderte daher eine europäische Alternative zu den drei großen Anbietern S&P, Moody's und Fitch - eine Konkurrenz, "die unabhängig ist und verantwortlich handelt".

Auch die bayerische Landesregierung macht sich für die Gründung einer solchen europäischen Ratingagentur stark. "Wir wollen uns von dieser Abhängigkeit aus dem angelsächsischen Raum befreien", sagte CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer am Mittwoch in München. "Das ist bitter notwendig, dass sich die Europäer hier auf die eigenen Füße stellen." Die Europäer müssten "so selbstbewusst sein, eigene Konsequenzen zu ziehen", betonte er.

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