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Fekter sieht Stabilisierung Europas



Nikosia (APA/dpa) - Europa hat sich in der Schuldenkrise erstmals seit Monaten eine Atempause verschafft. Nach dem EZB-Beschluss zu möglichen neuen Anleihekäufen und dem deutschen "Ja" zum Rettungsschirm ESM sieht Finanzministerin Fekter das Euroland gerüstet. "Wir sind derzeit gut aufgestellt. Europa ist stabilisiert", sagte Fekter am Freitag in Nikosia bei Beratungen der europäischen Finanzminister.

"Die institutionellen Entscheidungen über den ESM und über Anleihenkäufe unter Bedingungen der EZB haben doch eine signifikante Entspannung gebracht", sagte Fekter. Sie deutete weiters an, sie rechne nicht mit einem neuen Hilfsersuchen aus Madrid, fügte aber hinzu: "Wir wären gerüstet für alle möglichen Phänomene, die uns noch begegnen."

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos leiß die Antwort auf die Frage offen, ob sein Land einen Antrag auf stützende Anleihenkäufe stellen wird oder nicht. "Es ist viel wichtiger, die Sparziele zu erfüllen und Reformen in die Tat umzusetzen", sagte de Guindos. Spanien gilt in der Eurozone als ein Kandidat für Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB). Das südeuropäische Land kämpft seit Monaten gegen hohe Zinsen für seine Staatsanleihen. Spanien bekam bereits im Juli von den Europartnern ein Bankenhilfsprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro zugestanden. Die Ressortchefs erwarten von de Guindos Erklärungen, wie viel Geld nun tatsächlich für die maroden Geldhäuser gebraucht wird.

Der deutsche Finanzminister Schäuble betonte, er erwarte beim Thema Griechenland lediglich einen Zwischenstand zu den Kontrollen der "Troika". Erst wenn der Bericht vorliege, würden die nötigen Konsequenzen gezogen.
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