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Ackermann: Brauchen kein Geld vom Staat - Schauen auf Wettbewerb


Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank will in der Finanzkrise weiterhin kein Staatsgeld annehmen. "Wir brauchen kein Geld vom Staat", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende des DAX- Konzerns, Josef Ackermann, am Montag bei einer Bankentagung in Frankfurt. "Aber wir wollen auch nicht diese Wettbewerbsverzerrungen." Die Deutsche Bank werde aufmerksam beobachten, ob vom Staat gestützte Institute einen Vorteil im weltweiten Wettbewerb erlangten. Es sei wichtig, dass es gleiche Voraussetzungen für alle gebe.

Deutschlands größte Bank hatte wiederholt betont, sie wolle kein Geld aus dem 500-Milliarden-Rettungspaket der Bundesregierung für die gebeutelte Finanzbranche. Für diese Haltung hatte Ackermann auch harsche Kritik einstecken müssen. Bei der Bankentagung "Euro Finance Week" begrüßte Ackermann das Eingreifen von Zentralbanken und Staaten weltweit: "Ich glaube, ohne Staat ging es einfach nicht mehr." Allerdings sei es auch wichtig, dass man Wege suche, um aus dieser staatlichen Hilfeleistung wieder herauszukommen.

Er sei überzeugt, dass die seit Sommer 2007 anhaltende Krise "uns noch eine Weile begleiten wird". Aktuell stehe weiterhin Krisenmanagement im Vordergrund, betonte der Deutsche-Bank-Chef, der zugleich Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF ist. "Kurzfristig werden wir noch eine Reihe von Belastungen für die Banken haben." Auf mittelfristige Sicht aber gebe es für die überlebenden Banken gute Chancen. Er rechne mit einer weiteren Konsolidierung. Am Ende würden Banken mit einer diversifizierten Finanzierungsstruktur, einer breiten Abdeckung und einem ausgewogenen Portfolio stehen. Reine Investmentbanken seien dagegen ein auslaufendes Geschäftsmodell.

Beim Thema Kapitalausstattung sei eine "selektiv gezielte Anpassung zielführend", sagte Ackermann. Banken seien zum Teil klar unterkapitalisiert gewesen. Weltweit habe sich die Branche bei der Eigenkapitalquote "auf einem zu niedrigen Wert eingefunden". dpa sb/jb yyfx z2 pi
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