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Müller: Managervergütung stärker an langfristigem Erfolg orientieren


Frankfurt/Main (dpa) - Die krisengeschüttelten Banken sollten nach Ansicht von Bankenpräsident Klaus-Peter Müller die Bezahlung ihrer Manager genauer unter die Lupe nehmen. "Richtig ist, wir müssen unsere Vergütungsmodelle auf Fehlanreize überprüfen und stärker am langfristigen Erfolg orientieren", sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) am Montag bei einer Bankentagung in Frankfurt.

Allerdings sei generelle Kritik an den Gehältern der Banken- Manager unangebracht: "Manager schreiben sich ihre Verträge nicht selbst." In vielen Instituten sei aber ein Mentalitätswandel erforderlich, "hinsichtlich des Geschäftsmodells, der Anreizsysteme, aber auch des Risikoappetits", sagte Müller.

Müller, der Aufsichtsratschef der Commerzbank ist, stellte sich noch einmal deutlich hinter die staatlichen Rettungspakete. "Staatliches Handeln war in diesem Zusammenhang alternativlos." Er bekräftigte aber, dass es sich nur um vorübergehende Maßnahmen handeln dürfe. "Die Hilfe ist mit einem klaren End-Datum zu versehen." Die Behörden müssten zudem darauf achten, dass es international keine Wettbewerbsverzerrungen gebe.

Beim Thema Regulierung würden nationale Alleingänge nicht weiterhelfen, sagte Müller. "Am Ende sollte eine einheitliche Aufsicht für die großen, grenzüberschreitend tätigen Banken stehen." Dies stelle aber auch erhöhte Anforderungen an die fachlichen Qualifikationen der Aufseher.
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