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Paulson: Finanzsystem stabilisiert - Rettungsstrategie verteidigt


Washington (dpa) - Das US-Finanzsystem ist nach den Worten von Finanzminister Henry Paulson stabilisiert und damit das erste große Ziel des 700-Milliarden-Dollar-Rettungsprogramms erreicht worden. Es bleibe aber noch viel zu tun, sagte Paulson am Dienstag vor dem Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses in Washington. In der Anhörung bekräftigte Paulson auch, dass er die noch im Fonds verbliebenen 410 Milliarden Dollar nur dann antasten wolle, wenn es absolut notwendig sei. Er wolle damit der künftigen Regierung unter dem Demokraten Barack Obama "Flexibilität" bewahren, erklärte der Minister.

Er machte damit zugleich deutlich, dass er nicht an Hilfen für die notleidende Autoindustrie aus dem Topf denkt. Dafür sei das Rettungspaket nicht vorgesehen. Ebenfalls am Dienstag wollten die Topmanager der drei notleidenden Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler vor einem Senatsausschuss um finanzielle Hilfen ersuchen.

Paulson verteidigte sein bisheriges Management des Rettungsfonds. Sein Abrücken vom ursprünglichen Plan, faule Kredite und notleidende Vermögenswerte der Banken aufzukaufen, begründete er damit, dass die gobale Finanzmarktkrise zurzeit der Verabschiedung des Rettungspakets im Kongress Anfang Oktober schon zu weit fortgeschritten gewesen sei. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kreditübernahme "nicht effektiv und schnell genug sein würde" und sei deshalb auf ein Programm der direkten Kapitalspritzen für die bedrängten Banken umgeschwenkt - allerdings mit der "vollen Erwartung", ein Kreditaufkauf-Programm folgen zu lassen. Die zur Verfügung stehenden Mittel brächten einfach nicht genügend "Feuerkraft".
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