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Deutsche Bank in US-Steuerskandal verwickelt


New York/Frankfurt (dpa) - Der Deutschen Bank droht in den USA Ärger wegen eines Steuerskandals. Wohlhabende Investoren sollen auch mit Hilfe der Deutschen Bank laut einem Zeitungsbericht mehr als 100 Millionen Dollar an Steuern hinterzogen haben. Die Deutsche Bank wollte sich am Dienstag auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Sie verweist aber in ihren Quartalsberichten seit längerem auf Steuerermittlungsverfahren in den USA.

In dem Fall ist laut "New York Times" ein Anwalt und Finanzberater angeklagt. Die Deutsche Bank habe die von ihm im Jahr 2001 verkauften Geschäfte arrangiert. Auch gegen sie liefen daher Untersuchungen. In 36 Fällen hätten Investoren durch die Geschäfte Verluste von 430 Millionen Dollar geltend gemacht und so Steuern von 103 Millionen Dollar (82 Mio Euro) gespart. Die Finanzbehörden hätten die Praxis aber nicht anerkannt.

Im aktuellen Bericht der Deutschen Bank zum dritten Quartal heißt es ohne Bezug zu Einzelfällen, die Bank sei in den USA "Beklagte in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten mit Kunden im Zusammenhang mit steuerbezogenen Geschäften". Die von verschiedenen Anwälten und Wirtschaftsprüfern beratenen Kunden hätten auf der Basis von Produkten der Deutschen Bank Steuervorteile geltend gemacht, die von den US-Behörden nicht anerkannt worden seien. Entsprechende strafrechtliche Ermittlungen zu Geschäften etwa zwischen 1997 und 2001 des US-Justizministerium dauerten noch an.
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