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Steinbrück wirft Wirtschaftseliten Gier und Egoismus vor


Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat erneut deutsche Manager scharf kritisiert und ihnen mangelnde Solidarität vorgeworfen. Das Gerechtigkeitsgefühl der gesellschaftlichen Mitte werde durch die Entsolidarisierung der Besserverdienenden, den Egoismus und die um sich greifende Gier eines Teils der Wirtschaftselite schwer verletzt, kritisierte Steinbrück im Magazin "Cicero" (Dezember). Die Menschen müssten wieder füreinander einstehen. Dies gelte besonders für die Reichen in unserer Gesellschaft, betonte der SPD-Vize.

Die soziale Marktwirtschaft könne aus der aktuellen Krise attraktiver hervorgehen. Dies werde aber nur gelingen, wenn die Eliten Deutschlands sich mehr für unser Land engagieren als sie dies in den vergangenen Jahren getan haben, bekräftigte Steinbrück. Die Eliten müssten jetzt dazu beitragen, dass das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die soziale Marktwirtschaft und die parlamentarische Demokratie zurückkehrt.

Steinbrück hat in der Vergangenheit immer wieder Kritik an Teilen der Elite der Gesellschaft geübt. Diese müssten sich stärker als bisher an die Spitze von Reformen und ihrer Vorbildfunktion für die Gesellschaft insgesamt gerecht werden. Im Zuge der Debatten um Steuerbetrug und Managergehälter hatte Steinbrück in den vergangenen Monaten die Wirtschaftseliten auch mehrfach an ihre Verantwortung für die soziale Balance erinnert. Die größte Gefahr für die soziale Marktwirtschaft gehe von den Exzessen und Übertreibungen einiger Manager aus, hatte Steinbrück kritisiert. Man müsse aufpassen, dass der aufgeklärte Kapitalismus kein Legitimations-, Akzeptanz- oder Glaubwürdigkeitsproblem bekomme, sagte er in mehreren Reden. dpa sl yydd n1 li
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