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Schäuble hält Banken derzeit für größere Bedrohung als Terroristen


Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält derzeit Banker für eine größere Bedrohung als Terroristen. "Mal abgesehen von Ihrer journalistischen Zuspitzung machen uns gegenwärtig in der Tat die Banken mehr Sorgen", sagte der für seine Sicherheitspolitik oft kritisierte Minister dem Magazin "Stern".

Die Deutschen haben nach Einschätzung Schäubles auf die Finanzkrise "mit erstaunlicher Reife" reagiert. Das Land sei aber nicht auf der sicheren Seite. "Wir fahren ziemlich auf Sicht. Nur: Es droht uns nicht gleich der Weltuntergang. (...) Noch leiden wir nicht Hunger." Es wäre auch nicht schlecht, "wenn diese Krise dazu führt, dass Übertreibungen korrigiert werden müssen", sagte Schäuble und kritisierte die Selbstbedienung einer Managerkaste, die sich dreistellige Millionenbeträge in einem geschlossenen System genehmige, "aus dem keiner rausfliegt, der einmal drin ist".

Nur für eine Frage der Zeit hält es Schäuble, bis ein eingebürgerter Türke ins Kanzleramt einzieht. "Ja, warum denn nicht", sagte er auf die Frage, ob ein Einwanderer die Bundesrepublik regieren könne. "In den jungen türkischstämmigen
Deutschen der dritten Generation steckt großes Potenzial - wir müssen nur vernünftig damit umgehen."

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