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Ölpreise auf Talfahrt


Singapur (APA/dpa/ag.) - Die Furcht vor einer weltweiten Rezession hat die Ölpreise am Donnerstag erneut auf Talfahrt geschickt. Erstmals seit dreieinhalb Jahren wurde wieder die Marke von 50 Dollar (39,9 Euro) unterschritten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Dezember-Auslieferung fiel im Handel zeitweise auf bis zu 49,91 Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2005.

Zuletzt stieg der WTI-Preis wieder etwas und notierte bei 50,63 Dollar. Das waren 2,99 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Im Juli hatte der Preis für US-Öl noch ein Rekordhoch von knapp unter 150 Dollar erreicht.

An der Rohstoffbörse in London gaben die Preise ebenfalls kräftig nach. Ein Fass der Nordseesorte Brent sank auf bis zu 48,20 Dollar. Auch hier wurde der niedrigste Preis seit Mai 2005 verzeichnet. Zuletzt kostete ein Barrel Brent mit 49,01 Dollar 2,70 Dollar weniger als am Vortag.

Allerdings erwarten Experten bereits in wenigen Jahren eine Verknappung des Rohstoffs, was steigende Preise zur Folge hätte. Die Erdölreserven seien im vergangenen Jahr erstmals trotz gestiegener Suchanstrengungen nicht weiter gewachsen, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover mit. Auch konnte die Erdölförderung erstmals seit 2003 nicht gesteigert werden und blieb unter Vorjahresniveau. "Erdöl wird der erste Energierohstoff sein, bei dem eine echte Verknappung durch die Endlichkeit der Ressource spürbar wird", erklärte BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel.

Treibstoff ist auch für die Konsumenten in den letzten Wochen billiger geworden. Den heimischen Autofahrerklubs geht diese Preissenkung nicht schnell und nicht weit genug, sie werfen den Mineralölfirmen vor, ein Körberlgeld einzubehalten. Die Mineralölfirmen weisen das zurück.

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