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Ex-Chef von portugiesischer Pleite-Bank in Untersuchungshaft


Lissabon (dpa) - Der frühere Vorstandschef der stark angeschlagenen portugiesischen Bank BPN (Banco Português de Negócios), José Oliveira e Costa, ist auf Anweisung eines Ermittlungsrichters in Untersuchungshaft eingewiesen worden. Die Staatsanwaltschaft in Lissabon legte ihm nach Presseberichten vom Samstag Betrug, Veruntreuung und Geldwäsche zur Last.

Der 73-Jährige hatte bis zu seinem Rücktritt im Februar 2008 zehn Jahre an der Spitze des Geldinstituts gestanden. Die Justiz macht ihn dafür verantwortlich, dass die Bank in letzter Zeit 700 Millionen Euro Verluste angehäuft hatte und an den Rand der Pleite geraten war. Zur Rettung des Geldinstituts leitete die sozialistische Regierung von Ministerpräsident José Sócrates kürzlich die Verstaatlichung der BPN in die Wege.

Oliveira e Costa hatte von 1986 bis 1992 als Staatssekretär im Finanzministerium der konservativen Regierung des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatschefs Aníbal Cavaco Silva angehört. Die portugiesische Presse brachte mehrere weitere konservative Politiker ebenfalls in Zusammenhang mit dem Skandal um die Bank.

Dazu gehören der BPN-Aktionär und frühere Innenminister Manuel Días Loureiro, der Ex-Gesundheitsminister Arlindo de Carvalho und der frühere Fraktionschef der konservativen PSD (Sozialdemokratische Partei). Die Politiker erklärten jedoch, von den illegalen Geschäften, die dem ehemaligen BPN-Chef zur Last gelegt werden, nichts gewusst zu haben.
dpa km/hk xx n1 kf
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