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CDU verlangt Rückbesinnung auf alte Werte in der Wirtschaft

Berlin (dpa) - Als Lehre aus der Finanz-und Wirtschaftskrise verlangt die CDU von Banken und Unternehmen eine Rückbesinnung auf Werte wie Anstand und Ehrlichkeit. Das geht aus dem Leitantrag der CDU-Spitze für den Bundesparteitag in einer Woche in Stuttgart hervor, der der Deutschen Presse-Agentur dpa seit Sonntag in der vorläufigen Endfassung vorliegt.

"Alle Marktteilnehmer stehen in der Verantwortung, sich der vor allem im Mittelstand vorgelebten Ethik des Handelns zu besinnen", wird in dem Papier ausgeführt, das die Parteivorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel bereits eng mit ihren vier Stellvertretern abgestimmt hat. "Wir brauchen eine Renaissance des Leitbildes des "Ehrbaren Kaufmanns"", lautet ein weiterer Kernsatz.

Neben dem Prinzip von Anstand und Ehrlichkeit soll für die Unternehmen nach Meinung der CDU auch ein Bekanntnis zur Nachhaltigkeit stehen. "Anreize müssen so gesetzt werden, dass eine Orientierung an langfristigen Zielen statt an kurzfristigen Gewinnen erfolgt", wird betont.

Zum Grundsatz des Anstands gehört nach Ansicht der CDU auch: "Wer verlangt, "den Gürtel enger zu schnallen", muss auch selber dazu bereit sein." Mit diesem Satz greifen die Christdemokraten solche Manager an, die zwar von ihrer Belegschaft Lohnverzicht verlangen, ihre eigenen Gehälter aber nicht in Frage stellen. Gesetzliche Maßnahmen zur Durchsetzung der Werte schweben der CDU aber offenbar nicht vor.
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