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Post-Manager Ude: Asien wird als Gewinner aus Krise hervorgehen


Lima (dpa) - Asien wird nach Einschätzung des Vorstandsmitglieds der Deutschen Post, Hermann Ude, als Gewinner aus der derzeitigen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgehen. "Die USA sind der Schuldner und die Apec-Staaten ohne die USA und der Mittlere Osten sind die Gläubiger, und das führt natürlich zu einer Verschiebung von Machtgefügen", sagte Ude am Samstag (Ortszeit) im Lima der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es sei bei dem Treffen der 21 Pazifikanrainer in der peruanischen Hauptstadt sehr auffällig gewesen, mit welchem Selbstbewusstsein die asiatischen und auch die lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs aufgetreten seien, fügte Ude hinzu. "Die Gewinner der Krise werden die Apec-Staaten ohne die USA sein."

"Ich glaube schon, dass die USA den asiatischen Staaten jetzt einige Zugeständnisse machen müssen", betonte der Manager, der als CEO von DHL Global Forwarding und Freight Umsätze von insgesamt rund 13 Milliarden Euro verantwortet.

Es sei zu vermuten, dass die Händler im Weihnachtsgeschäft die schon früher bestellten Waren, etwa Flatscreens, nicht alle werden absetzen können. Dann werde es nach Weihnachten eine Drosselung der Produktion der Elektrobranche und damit auch des Frachtaufkommens vor allem aus Südchina und Hongkong nach Amerika und Europa geben. Sehr gut sei die Geschäftslage des Frachtunternehmens jedoch nach wie vor bei pharmazeutischen Produkten sowie Rohstoffen und Nahrungsmitteln.

Bei den Regionen seien die USA derzeit sehr schwach, während es in anderen Weltgegenden wie Südostasien noch enormes Wachstum gebe. Auch Lateinamerika stelle wegen neuer Freihandelsverträge ein großes Potenzial dar. Mehr als die Hälfte des Frachtaufkommens der von ihm verantworteten Bereiche werde schon heute mit Asien abgewickelt.

Deutsche Unternehmen hätten in Apec-Staaten traditionell eine starke Stellung. Aber in Deutschland werde die APEC, also Lateinamerika und Asien zusammen, nicht als Einheit wahrgenommen. Die Botschaft des Gipfels laute: das Bekenntnis zum Freihandel und den Willen, die Doha-Welthandelsrunde erfolgreich abzuschließen, um damit Wachstum und Beschäftigung auszulösen. Das sei natürlich eine abgesprochene positive Botschaft für die Öffentlichkeit. "Wie lange das wirkt, wird jeder wissen, wenn er nach Hause kommt und die Zahlen vom November sieht", sagte Ude.
dpa ro xx n1 aj
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