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FED-Chef räumt Fehleinschätzung in Finanzkrise ein


Washington (APA/ag.) - US-Notenbankpräsident Bernanke hat eingeräumt, die Auswirkungen der Hypothekenkrise auf die Finanzmärkte unterschätzt zu haben. "Ich und andere lagen mit der anfänglichen Einschätzung falsch, dass die Subprime-Krise begrenzt werden könnte", schrieb der Fed-Chef in einem Beitrag für die jüngste Ausgabe des Magazins "The New Yorker".

Der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Immobilien-Problem und dem umfassenden Finanzsystem sei sehr komplex und schwer vorherzusagen, erklärte Bernanke in dem Beitrag mit dem Titel "Anatomie einer Finanzkrise". Ausgangspunkt der aktuellen weltweiten Finanzkrise waren geplatzte Hypothekenkredite in den USA.

Jahrelang wurden dort Hypothekenkredite an Bauherren mit geringer Kreditwürdigkeit vergeben, sogenannte Subprime-Kredite. Diese Darlehen wurden oft von Kreditgebern in hoch-komplexen Finanzpaketen gebündelt und weiter verkauft.

Obwohl diese Subprimes von vielen Ratingagenturen lange Höchstnoten bekamen, entpuppten sie sich im Verlauf der Krise als minderwertig bis wertlos. Ab 2007 häuften sich Zahlungsausfälle - denn die US-Zinsen stiegen, aber die Immobilienpreise sanken. Baufinanzierer und Banken geraten in Turbulenzen. Daraus folgt eine Vertrauenskrise unter Banken, die sich gegenseitig kein Geld mehr leihen - mit verheerenden Folgen für das gesamte Finanzmarktsystem.

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