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Barroso will neben Finanzkrise auch Handelsungleichgewichte angehen
Peking (dpa) - Zur Bewältigung der globalen Finanzkrise müssen nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso auch die Ungleichgewichte im Welthandel angegangen werden. Die asiatischen Staaten und insbesondere China müssten sich einer koordinierten Lösung der Probleme anschließen. "Wir müssen Asien an Bord haben", sagte Barroso vor dem bisher größten Asien-Europa-Gipfel (ASEM) in Peking, zu dem auch Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in der chinesischen Hauptstadt eintraf.

Die Finanzkrise sei durch die Kreditprobleme in den USA ausgelöst worden, doch seien "große wirtschaftliche Ungleichgewichte" eine der grundlegenden Ursachen, sagte Barroso vor seinen Gesprächen mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao. "Ich hoffe, dass China einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Finanzkrise leisten wird." Konkrete Forderungen erhob der EU-Kommissionspräsident nicht, doch fordern die EU-Staaten und die USA angesichts ihrer hohen Handelsdefizite mit China seit langem einen besseren Marktzugang in China, mehr Transparenz und die Beseitigung von Handels- und Investitionshürden.

Der geplante Gipfel der 20 führenden Wirtschaftsnationen (G20) am 15. November in New York soll eine Diskussion über die weltweiten Finanzreformen aufnehmen und erste Grundsätze festlegen, sagte Barroso weiter vor Journalisten in Peking. Auch die internationalen Finanzinstitute wie der Weltwährungsfonds (IWF) sollen auf den Prüfstand gestellt und "neu gestaltet werden".
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