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Finanzmarktaufsicht begrüßt Bankenverhandlunge
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) findet es "konsequent", dass fast alle großen österreichischen Kreditinstitute derzeit für zusätzliche Mittel zur Stärkung der Eigenkapitalquoten in Gesprächen mit der Bundesregierung seien.

Wien (APA) - FMA-Vorstand Helmut Ettl riet am Donnerstagabend der heimischen Kreditwirtschaft zu höheren Kapitalquoten.

Wegen ihrer Ost-Aktivitäten sind die österreichischen Banken international kritisch im Visier. Zu Unrecht, wie die FMA meint. Die Risiken im Osten würden von internationalen Akteuren überbewertet. Den heimischen Bankern empfahl er trotzdem, nun "für alle Marktteilnehmer sichtbar" die Risikopuffer zu erhöhen.

Nichts halten Ettl und sein Vorstandskollege Kurt Pribil davon, den staatlichen Schutzschirm für Banken und Versicherungen wegen der Finanzkrise auf andere Sparten auszudehnen. Zuletzt forderten die Wohnbaubanken, ihre Wohnbauanleihen staatlich garantieren oder in die Einlagensicherung aufnehmen zu lassen. Für die Pensionskassen-Anwartschaftsberechtigten wiederum hat deren Schutzverband staatliche Kapital-Garantien gefordert.

In Österreich sei das 100-Milliarden-Paket für die Banken (davon 15 Mrd. Euro für Eigenkapitalzuschüsse) "nicht als Rettungspaket konzipiert, sondern als Schutz", findet das FMA-Management. Deshalb wäre eine Debatte um "Bestrafungen" verfehlt, wie sie im Streit um die Auflagen bei Fragen von Managergagen und Dividendenverzicht durchklingt.

Im Ringen um Auflagen für Banken, die sich in Österreich Kapitalhilfe vom Staat besorgen, war eigentlich schon am Donnerstag ein Durchbruch erwartet worden. Noch wird aber weiter verhandelt. Der Ball liege weiter in Brüssel, heißt es. Dort werde bald eine Entscheidung fallen, die Rede ist von Anfang nächster Woche. Dem Vernehmen nach will noch der amtierende Finanzminister ein Ergebnis vorweisen können.
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