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Chinas Präsident warnt vor Folgen der Weltwirtschaftskrise


Peking (dpa) - Chinas Präsident Hu Jintao sieht die Wettbewerbsfähigkeit und die Wirtschaftskraft seines Landes durch die globale Finanzkrise bedroht. Auf einer Sitzung des Politbüros am Samstag in Peking warnte der Staats- und Parteichef, dass die Regierungsfähigkeit der Kommunistischen Partei auf die Probe gestellt werde, indem die Herausforderungen bewältigt und schnelles Wachstum gesichert werden müssten. Angesichts der Krise forderte Hu Jintao schnellere Reformen und strukturelle Anpassungen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung. Er warnte nach Angaben der amtlichen Medien vom Sonntag davor, dass die Spannungen durch die große Bevölkerung in China, die begrenzten Rohstoffe und die Umweltprobleme noch zunähmen.

Der weltweite Konjunkturabschwung verschärfe den internationalen Wettbewerb und den Protektionismus in Handel und Investitionen, sagte Hu Jintao. Während die weltweite Nachfrage abnehme, verliere China seine Wettbewerbsfähigkeit. Die deutlichen Worte des chinesischen Präsidenten auf der Sitzung des höchsten Machtgremiums verdeutlichen, wie ernst Chinas Führung den wirtschaftlichen Abschwung nimmt. Statt ursprünglich 9,2 Prozent Wachstum rechnet die Weltbank im nächsten Jahr in China nur noch mit rund 7,5 Prozent - so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr. China hat ein massives Konjunkturprogramm angekündigt, das fast 600 Milliarden Dollar ausmachen soll.

Auch wenn einige ohnehin geplante Ausgaben in dem Paket mitgerechnet wurden, demonstriert seine schiere Größe die Besorgnis der Führung. Vergangene Woche senkte die chinesische Zentralbank zum vierten Mal seit September die Zinsen um sogar 1,08 Prozentpunkte - so stark wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.
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