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Sarkozy ruft Dritte Welt zur Hilfe bei Weltfinanzreform auf
"Die Welt ist an den Rand einer Katastrophe gelangt, weil sie sich an den Profit unter allen Umständen gewöhnt hat".

Paris (dpa) - Der EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy hat die Länder Asiens, Afrikas und Südamerikas aufgerufen, Europa bei der Reform der internationalen Institutionen zu helfen. "Die Welt ist an den Rand einer Katastrophe gelangt, weil sie sich an den Profit unter allen Umständen gewöhnt hat", sagte Sarkozy laut Élyséepalast am Samstag auf der Internationalen Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Doha (Katar). Die Krise schaffe aber die "historische Chance", die "Institutionen der Welt zu ändern, das Weltfinanzsystem zu ändern". Dafür brauche Europa politische Hilfe.

Die USA hatten beim Weltfinanzgipfel in Washington Sarkozys Elan zur institutionellen "Neugründung des Kapitalismus" gebremst. Sarkozy bedauerte in Doha, dass Washington nicht, wie von Europa gefordert, die Chefs der Afrikanischen Union und des Golf-Kooperationsrates zum Weltfinanzgipfel eingeladen habe. Er hoffe, dass beide beim nächsten Gipfel in London dabei sein würden.

Sarkozy verwies darauf, dass die Europäer 60 Prozent der staatlichen Entwicklungshilfe stellten. "Sie brauchen unsere Wirtschafts- und Finanzhilfe. Wir brauchen Ihren politischen Willen", sagte er. "Europa wird zum nächsten G20-Gipfel den Willen mitbringen, die Institutionen der Welt an die neue politische, wirtschaftliche und finanzielle Wirklichkeit anzupassen." Dabei müsse auch Afrika seinen gebührenden Platz bekommen.  << zurück zur Übersicht