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Studie: Firmen spüren steigende Kreditkosten
München (dpa) - Die Unternehmen in Deutschland kämpfen einer Studie zufolge mit den steigenden Kreditkosten und rechnen auch in den kommenden Monaten mit wachsendem Druck. Für knapp 30 Prozent der deutschen Unternehmen seien seit Beginn der Krise im vergangenen Jahr die Kosten für die Kreditbeschaffung gestiegen, ergab die Studie, die Siemens Financial Services am Donnerstag in München veröffentlichte. Fast ein Drittel der Firmen sei von der Hausbank darüber unterrichtet worden, dass die Kreditkosten 2009 weiter steigen dürften.

"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der finanzielle Druck auf den Unternehmenssektor anhalten wird mit allen Konsequenzen für die Anforderungen an Liquidität, Investitionskraft und Wettbewerbsfähigkeit", sagte Kai-Otto Landwehr, Geschäftsführer der Siemens Finance & Leasing GmbH.

Für die Studie waren insgesamt rund 2700 Unternehmen ab einer Größe von 50 Beschäftigten in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien online befragt worden. Von den deutschen Firmen gaben demnach 15 Prozent an, ihre Kreditlinien seien gedeckelt oder reduziert worden. Neben dem Finanzsektor werden die Entwicklung auch andere Branchen zu spüren bekommen, erwarten die Autoren - von Freizeit und Transport bis hin zur chemischen und pharmazeutischen Industrie. Die Firmen in Deutschland sind der Umfrage zufolge bisher zwar etwas weniger von einer Anhebung der Kreditkosten und der Anpassung von Kreditlinien getroffen, als Gesellschaften in anderen Ländern, doch sei der Pessimismus über die Entwicklung in Zukunft dafür vergleichsweise groß.

15 Prozent der Unternehmen im Inland wollen der Studie zufolge nun auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing setzen. Das will Siemens Financial Services für sich nutzen. "Wir sehen durchaus in der Krise eine Chance, weil alternative Finanzierungsformen in den Vordergrund rücken werden", sagte Landwehr. "Es gibt noch sehr viel Luft für Neugeschäft und eine echte Chance, Marktanteile zu gewinnen." Auch das Unternehmen selbst spüre allerdings die Verteuerung und werde "keinesfalls als Schnäppchenanbieter auftreten", erklärte Landwehr.
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