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Protestierende Isländer stürmen Zentralbank

Reykjavik (APA/dpa) - Mehrere hundert Isländer haben bei den Protesten gegen die Folgen der Finanzkrise den Eingang zur Zentralbank in der Hauptstadt Reykjavik gestürmt. Sie verlangten im Foyer lautstark den Rücktritt von Nationalbankchef Oddsson. Am Wochenende hatten tausende Demonstranten vor dem Parlament auch den Rücktritt von Ministerpräsident Haarde gefordert.

Beide werden dafür mitverantwortlich gemacht, dass die zusammengebrochenen größten Banken den 320 000 Bürgern der Atlantikinsel eine gigantische Schuldenlast aufbürden konnten. Die isländische Krone hat innerhalb von zwölf Monaten drei Viertel ihres Wertes verloren.

Nach den zunehmenden Protesten jeweils am Samstag entwickelten sich am Montag auch Veranstaltungen zum 90. Jahrestag von Islands Staatsgründung 1918 zu Protesten gegen die Urheber der akuten Banken- und Finanzkrise. Die Regierung in Reykjavik konnte den drohenden Staatsbankrott nur durch Kredite des Internationalen Währungsfonds sowie mehrerer Staaten abwenden.
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