logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Österreich:
Mitterlehner trotz schwacher Wirtschaft positiv =

Wien (APA) - Der neue Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sieht "nach Jahren einer sehr guten Entwicklung jetzt Anzeichen einer Wirtschaftskrise", die es erforderlich machen, Optimismus auszustrahlen. Vor allem dürfe man jetzt "die Wirtschaft nicht zu Tode reden", sagte Mitterlehner am Dienstag im ORF-Radio. Man solle nun abwarten, wie sich die ersten zwei Konjunkturpakete auswirken.

Man müsse jetzt den richtigen Mix zwischen Defensiv- und Offensivmaßnahmen setzen. Im defensiven Bereich brauche man eine Weiterentwicklung etwa bei der Kurzarbeit. Im offensiven Bereich möchte Mitterlehner zuerst das Konjunkturpaket I ("Mittelstandsmilliarde") umsetzen.

Die zweite Maßnahme müsse sein, "dass wir im Bereich der Nachfrage vor allem bei den Bauinvestitionen in den Bundesländern die Projekte so vorziehen, dass hier auch nachfrageorientiert etwas passiert". Der dritte Aspekt sei die Steuerreform, um Kaufkraft entsprechend zu stimulieren.

Auf die Frage nach einem möglicherweise notwendigen dritten Konjunkturpaket meinte Mitterlehner, "man sollte jetzt nicht alles herbeireden, sondern einmal schauen, wie die Maßnahmen wirken". Man müsse jetzt abwarten, wie die Konjunkturpakete in den anderen Ländern greifen. Er hoffe, dass in den nächsten drei Monaten "eine Drehung der Konjunktur stattfinden kann. Wenn das allerdings nicht stattfindet, und es passiert etwas, was man nicht abschätzen kann, dann wird sicherlich notwendig sein, über weitere Pakete zu reden."

Die Stimmung in der Bevölkerung ist nach Einschätzung Mitterlehners "gar nicht so schlecht". Die Regierung habe bereits bestimmte Maßnahmen gesetzt, wie etwa die 13. Familienbeihilfe, aber auch die Ankündigung, die Steuerreform vorzuziehen.  << zurück zur Übersicht