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Krise der deutschen Autoindustrie verschärft sich

Frankfurt (APA/dpa) - Die Krise der deutschen Autoindustrie wird sich nach Einschätzung des Branchenverbandes VDA 2009 verschärfen. Nach dem Absatzeinbruch in diesem Jahr rechnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) damit, dass im nächsten Jahr auf dem deutschen Markt nur noch 2,9 Mio. Neuwagen verkauft werden. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990.

"Die Automobilmärkte haben eine Talfahrt genommen, die in dieser Geschwindigkeit und Ausprägung noch nie vorher stattgefunden hat", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Bereits 2008 war der Absatz wegen der Finanzmarktkrise und der allgemeinen Konjunkturschwäche eingebrochen: Der VDA rechnet bis zum Jahresende mit "knapp unter 3,1 Mio." Neuzulassungen. Im Jahr 2007 war der Absatz auf knapp 3,15 Mio. Autos gesunken.

Im November war der Automarkt in Deutschland erneut um fast 18 Prozent eingebrochen. Angesichts der sich verschärfenden Absatzkrise sprach sich Opel-Chef Hans Demant für politische Impulse aus, um das Neuwagengeschäft anzukurbeln. Es gebe eine ganze Reihe von Ideen, die den Automarkt positiv beeinflussen könnten, meint Demant. Dazu gehöre eine Verschrottungsprämie für Autos, die älter als zehn Jahre seien, zinsgünstige Darlehen beim Kauf besonders umweltfreundlicher Autos oder auch eine zeitlich befristete Steuerbefreiung für Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß.

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